Online-Leistungsverzeichnis

Basislabor

Immunglobulin M

Synonym: IgM
Anforderungskürzel: IGM

Referenzbereich

Säuglinge bis 12 Monate:0,00 - 1,45 g/l
Kinder 1 - 3 Jahre:0,19 - 1,46 g/l
Kinder 4 - 6 Jahre:0,24 - 2,10 g/l
Kinder 7 - 9 Jahre:0,31 - 2,08 g/l
Kinder 10 - 11 Jahre:0,31 - 1,79 g/l
Kinder / Jugendliche 12 - 13 Jahre:0,35 - 2,39 g/l
Jugendliche 14 - 15 Jahre:0,15 - 1,88 g/l
Jugendliche 16 - 19 Jahre:0,23 - 2,59 g/l
Erwachsene ab 20 Jahre:0,40 - 2,30 g/l

Bei den Referenzbereichen für Kinder und Jugendliche handelt es sich um Literaturangaben (nephelometrisch gemessen); Untergrenzen teilweise unterhalb der Nachweisgrenze.

Material

  • 1 ml Serum

Haltbarkeit der Proben

  • Für Nachforderungen 14 Tage

Probenstabilität

  • 4 Monate bei 2-8°C

Methodik

  • Immunologischer Trübungstest

Physiologie / klinische Bedeutung

IgM besteht üblicherweise aus 10 schweren μ-Ketten und 10 leichten Ketten (Kappa- oder Lambda-Typ), letztere jedoch in einem Molekül immer uniform. Dazu kommt noch eine Verbindungskette (J-Chain), die alle Mykro-Ketten miteinander verknüpft, so dass vereinfacht betrachtet, ein Pentamer im Vergleich zu IgG besteht. Es ist das größte Immunglobulin (MG = 970000), sein Anteil an den Plasma-Immunglobulinen beträgt jedoch nur 6 %.
IgM ist der erste spezifische Antikörper, der nach einer Infektion im Serum erscheint. Es vermag das Komplement zu aktivieren und hilft damit, Bakterien abzutöten. Der IgM-Spiegel sinkt nach Abklingen der Infektion aber im Gegensatz zu IgG relativ schnell wieder ab. Diesen Umstand macht man sich bei der Differentialdiagnose zwischen akuter und chronischer Infektion zunutze, indem man die Titer von spezifischem IgM mit denen von spezifischem IgG vergleicht. Überwiegt IgM, so ist die Infektion akut, überwiegt dagegen IgG, so handelt es sich um eine eher chronische Infektion (z. B. bei Rubeolen, Virushepatitis). Erhöhte polyklonale IgM-Spiegel werden bei viralen, bakteriellen und parasitären Infektionen, Lebererkrankungen, rheumatoider Arthritis, Sklerodermie, zystischer Fibrose und Heroinsucht gefunden. Höhere Konzentrationen an monoklonalem IgM treten bei der Makroglobulinämie Waldenström auf.
Erniedrigte IgM-Konzentrationen findet man bei Proteinverlust-Enteropathien und Verbrennungen. Eine verminderte IgM-Synthese tritt bei kongenitalen und erworbenen Immundefizienzsyndromen auf.
Aufgrund des langsamen Beginns der IgM-Synthese ist der Serum-IgM-Spiegel bei Kindern geringer als bei Erwachsenen.

Methodische und patientenbezogene Angaben

Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.

Umrechnungsfaktor

  • mg/dl x 0,01 = g/l
  • g/l x 1,03 = μmol/l
  • g/l x 100 = mg/dl
  • μmol/l x 0,971 = g/l

Akkreditierung / Fremdleistung

  • Akkreditiertes Verfahren

Ansatzzeiten

  • täglich (an Werktagen)
Bearbeitungsdatum: 26.01.2022
Nach oben