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Infektionsserologie

Blutgruppenserologische Untersuchungen nach Geburt oder Fehlgeburt; Anti-D-Immunglobulinprophylaxe

Methodische und patientenbezogene Angaben

Bei allen Rhesus-D- oder DW-negativen Frauen, die keine Anti-D-Antikörper besitzen, muss nach jeder Geburt eines D- oder DW-positiven Kindes, nach jedem Abort, nach jeder Amniozentese zur Fruchtwassergewinnung, nach Schwangerschaftsabbruch, Chorionzottenpunktionen und allen anderen Eingriffen, die zur Einschwemmung fetaler Erythrozyten in den mütterlichen Kreislauf führen können, zur Verhütung einer Anti-D-Sensibilisierung eine Rhesusprophylaxe mit Anti-D-lmmunglobulin durchgeführt werden und zwar so schnell wie möglich, auf jeden Fall aber innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Ereignis.

Die intravenöse Injektion von 300 µg Anti-D-lmmunglobulin verhindert, soweit nicht mehr als 10 ml fetalen Blutes auf die Mutter übergetreten sind, über Neutralisierung der antigenen Bindungsstellen an den kindlichen Erythrozyten und möglicherweise auch über ihre rasche Zerstörung eine Immunisierung der Mutter.

Bearbeitungsdatum: 01.08.2019
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