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Basislabor

D-Dimere-Test

Synonym: D-Dimere; Fibrin-Spalt-Produkte
Anforderungskürzel: DDIM

Referenzbereich

  • Cut-off: < 0,50 µg/ml
    Achtung! In der Gravidität gelten andere Bereiche (bitte SSW angeben)

Material

  • 3,0 ml Citratplasma, gefroren
    bei Anforderung mit Basis-Gerinnungsstatus oder weiteren Thrombophilie-Anforderungen 2 x 3,0 ml Citratplasma, gefroren einsenden

Methodik

  • Latex-Immunoassay (LATEX)

Physiologie / klinische Bedeutung

D-Dimere entstehen bei der proteolytischen Spaltung des durch F XIII stabilisierten, quervernetzten Fibrins unter der Einwirkung von Plasmin. Plasmin, eine Serinprotease, verdaut in Abwesenheit von Inhibitoren das unlösliche quervernetzte Fibrin, wobei eine Vielzahl löslicher Derivate entsteht. Ihr Molekulargewicht ist abhängig vom Grad der Verdauung. Diese löslichen Fibrin-Spalt-Produkte enthalten ein Neoantigen (D-Dimer Domaine), welches weder im ursprünglichen Fibrinogen-Molekül, den entsprechenden Fibrinogen-Spalt-Produkten noch in löslichem Fibrin vorhanden ist.
Die Bestimmung von D-Dimeren ist heute zum Nachweis von Thrombosen und zur Überwachung thrombolytischer Therapien unerlässlich. Erhöhte D-Dimer-Spiegel sind unter anderem bei tiefen Venenthrombosen (DVT), Lungenembolien (PE) und disseminierter intravasaler Gerinnung (DIC) zu finden. Auch bei normal verlaufenden Schwangerschaften können erhöhte D-Dimer Spiegel auftreten, sehr hohe Werte sind jedoch meist mit Komplikationen verbunden. Ein negatives D-Dimer Resultat in Kombination mit einem unauffälligen klinischen Bild hat einen hohen negativen Vorhersagewert beim Ausschluss einer DVT oder PE gezeigt.

Methodische und patientenbezogene Angaben

Blutentnahme mit Citrat-Monovette bzw. Citrat-Vacutainer. Bei korrekter Abnahme beträgt das Mischungsverhältnis 1 : 10.

  • Mit Kolben nur soviel Unterdruck erzeugen, dass Blut frei läuft. Monovetten bis Markierung füllen (Mischungsverhältnis!).
  • Blut durch mehrmaliges Kippen "über Kopf" mit dem Citrat mischen, nicht schütteln!
  • Innerhalb einer Stunde nach Blutentnahme ist das Citratblut 15 min bei mind. 2500 g zu zentrifugieren. Anschließend wird das Citratplasma unter strenger Schonung des "buffy coat" in ein Leer-Röhrchen aus Polypropylen überführt.
  • Das bereits abzentrifugierte Citratplasma ist nochmals bei mind. 2500 g (am besten maximale Geschwindigkeit) 15 min zu zentrifugieren. Danach wird das Plasma unter sorgfältiger Schonung des Sedimentes in ein weiteres Leer-Röhrchen aus Polypropylen überführt.
  • Barcode-Etikett aus dem Labor-Etikettensatz auf das Röhrchen aufkleben bzw. Name, Vorname, Geburtsdatum, Entnahmedatum und Uhrzeit auf das Röhrchen schreiben.
  • Röhrchen bitte auch mit "Citratplasma" beschriften, da Plasma und Serum gefroren nicht zu unterscheiden sind.
  • Das Citratplasma sofort einfrieren (- 20 °C) und unter Verwendung einer Spezialverpackung (Kühlbox), die bei uns angefordert werden kann, gefroren versenden.

Zum Ausschluss einer Thrombose verfügt dieser Test über eine hohe Sensitivität (> 98 %), jedoch nur über eine geringe Spezifität (< 50 %). Daher eignet sich der Test hervorragend zur Ausschluss­diagnostik bei ambulanten Patienten mit Verdacht auf frische Thromboembolie. Finden sich erhöhte Werte kann eine venöse Thrombo­embolie, aber auch jeder andere Prozess, der mit einem vermehrten Fibrin­umsatz einhergeht (z. B. akute Infektion, chronische Erkrankungen oder Tumore, postoperative Phase) ursächlich sein, somit muss dann eine weiter­füh­rende Diagnostik erfolgen.

Umrechnungsfaktor

  • FEU = ng/ml x 0,5
    FEU = Fibrinogen Equivalent Unit

Akkreditierung/Fremdleistung

Akkreditiertes Verfahren / Analyse erfolgt im amedes-Verbund

Ansatzzeiten

täglich (an Werktagen)

Bearbeitungsdatum: 02.07.2019
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