Online-Leistungsverzeichnis

Klinische Funktionsteste

HCG-Test, Leydigzell-Funktionstest

Synonym: Leydigzell-Funktionstest

Messparameter

  • Testosteron, Androstendion

Testprinzip

Beta-HCG stimuliert, entsprechend seiner LH-analogen Wirkung, an der Leydigzelle des Hodens die Synthese und Sekretion von Testosteron.

Material

  • 1,0 ml Serum je Blutentnahme

Physiologie / klinische Bedeutung

HCG (Humanes Choriongonadotropin) setzt sich aus einer Alpha- und einer Beta–Untereinheit zusammen, besitzt überwiegend die biologische Aktivität von LH und stimuliert die Testosteronproduktion der Leydig-Zellen. Der Test wird heute zur Differentialdiagnose zwischen Anorchie und Kryptorchismus eingesetzt. Beim Letzteren kommt es zu einem eingeschränkten Anstieg von Testosteron bei primär schon vorhandener Testosteronkonzentration.

Darüber hinaus wird der Test zum Nachweis von endokrin aktivem, Testosteron produzierendem Gewebe bei Störungen der Geschlechtsentwicklung eingesetzt.

Methodische und patientenbezogene Angaben

Am Vormittag zwischen 8:00 und 10:00 Uhr werden nach der Blutentnahme 5000 IE HCG i.m. verabreicht. Eine zweite Blutentnahme wird 72 Stunden nach Injektion von HCG durchgeführt.

Blutentnahmen mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung jeweils Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und alle Proben mit dem Anforderungsformular zusammen ins Labor senden.

Interpretation

Als normal gilt ein mindestens 1,5 bis 2,5facher Anstieg von Tes­tosteron über den Basalwert (Männer bis zum 60. Lebensjahr).

Der HCG-Test hat insbesondere bei einer Anorchie Beweiskraft.

Bearbeitungsdatum: 24.06.2019
Nach oben