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Klinische Funktionsteste

STH-Suppressionstest

Synonym: oGTT (STH-Suppressionstest); Wachstumshormon-Suppressionstest; GH-Suppressionstest

Messparameter

  • Glukose, Wachstumshormon (GH)

Testprinzip

  • Durch eine Glukosebelastung wird physiologischerweise die Wachstumshormonsekretion beim Gesunden supprimiert. Bei einer Akromegalie ist diese Regulation aufgehoben.

Material

  • 1,0 ml NaF-Blut für Glukose je Blutentnahme
  • 1,0 ml Serum für Wachstumshormon je Blutentnahme

Physiologie / klinische Bedeutung

Die orale Verabreichung von Glukose (siehe auch Glukose-Toleranztest) führt zu einer Suppression der Wachstumshormonkonzentration unter einen Wert von < 0,4 µg/l. Bei Patienten mit einem hypophysären, Wachstumshormon produzierenden Tumor kommt es in ca. 20 % der Fälle zu einem paradoxen Wachstumshormonanstieg. Der Test ist also ein differentialdiagnostisches Instrument zum Nachweis von STH produzierenden Tumoren.

Der Test wird zur Überwachung der Therapie einer Akromegalie eingesetzt (nach Operation, Bestrahlung und unter Sandostatin-Therapie). Zur Absicherung der Diagnose einer Akromegalie müssen weitere dynamische Teste eingesetzt werden.

Methodische und patientenbezogene Angaben

75 g Glukose werden oral innerhalb von 5 Minuten verabreicht.

Die Blutentnahmen erfolgen vor der Glukose-Aufnahme sowie 30, 60 und 120 Minuten danach.

Blutentnahmen für Wachstumshormon (GH) mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung jeweils Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen.
Für die Glukosebestimmungen werden die Blutentnahmen und der Versand mit NaF-Monovette bzw. NaF-Vacutainer empfohlen.
Bitte alle Proben mit dem Auftragsformular zusammen ins Labor senden.

Interpretation

In mindestens einer Probe nach Glukoseaufnahme sollte die Wachstumshormonkonzentration unter < 0,4 µg/l liegen.

Bearbeitungsdatum: 12.11.2021
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